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Kinderbeschenktage
Bis in das 13 Jahrhundert war das Fest der Unschuldigen Kinder (28. Dezember) traditionell der Termin des Kinderbeschenktages (Schenktermin). Durch die aufkommende Nikolausverehrung und das Schülerpatronat des hl. Nikolaus verlagerte sich der Kinderbeschenktag auf den 5./6. Dezember. Mancherorts war der Nikolaustag den Jungen vorbehalten, während die Mädchen am Tag der hl. Lucia (13. Dezember) beschert wurden. In katholisch dominierten Regionen hat sich der Brauch bis in das ausgehende 19. Jahrhundert erhalten, während in evangelischen Gebieten der Kinderbeschenktag seit der Reformation auf den 24./25. Dezember verlegt wurde, um die unerwünschte Heiligenverehrung zu eliminieren. Im 20. Jahrhundert hat sich in Deutschland das Weihnachtsschenken konfessionsübergreifend durchgesetzt. In den Niederlanden ist der alte Nikolaustermin erhalten geblieben. In den angelsächsischen Ländern gilt ebenfalls Weihnachten als Schenktag, in Frankreich aber Neujahr, in Italien und Spanien Dreikönige. Vgl. Gabenbringer.
© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln
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