
|
Winter, Herr oder Väterchen
Der Herr Winter, 1847 (vgl. Weihnachtsmann), verleiht dem Sankt-Nikolaus-Ersatz Gestalt: eine Mischung aus fröhlichsenilem Dickerchen, gekoppelt mit einem pennerhaften Eremiten-Outfit. Väterchen Winter bot die Vorlage für die marxistische Variante: Väterchen Frost. Anders der Winter der Frühlingsbräuche. Eine mit Stroh verkleidete Person spielte den Winter, der höflich verabschiedet, vertrieben oder spielerisch ums Leben gebracht wurde (Winterverbrennen), damit der Sommer seinen Platz einnehmen konnte. Verschiedentlich nimmt der Winter die Gestalt des schwarzen Mannes und des Todes ein.
© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln
zurück zum Seitenanfang
|
|
|
|