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Wurf- oder Streuabend
Als Vorläufer des Einlege- und des Einkehrbrauches wurden am Niko-lausabend Äpfel, Nüsse, Gebäck und Süßigkeiten in einen Raum geworfen, in dem sich die Kinder der Familie aufhielten oder aber über Nacht Geschenke ausgelegt. Später wurden die Geschenke wohl in die Schuhe gesteckt, die Futter für den Esel des heiligen Nikolaus enthielten. Das Nikolaus-Schiffchen war einen von den Kindern gebastelter Gabenteller. Auch wurden im Haus Strümpfe zu diesem Zweck aufgehangen. Auf diese Weise wurde die Legende von den drei Jungfrauen nachgespielt, die von Nikolaus jeweils einen Goldklumpen empfingen. Für 1836 wird aus Münster berichtet, dass dort die Waisenkinder der Stadt in der früheren Nikolaiskapelle auf dem Domhof versammelt wurden; durch eine Öffnung im Gewölbe regneten Gaben auf die Kinder herab.
© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln
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